Im Namen der Amadeu Antonio Stiftung, der Freudenberg Stiftung und der Sebastian Cobler Stiftung möchten wir uns ganz herzlich bei allen bedanken, die zum Gelingen der feierlichen Preisverleihung am 9. November 2012 beigetragen haben!
Besonderer Dank gilt allen nominierten Initiativen!
Fotos der Veranstaltung finden Sie hier
Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung des Sächsischen Förderpreises für Demokratie wurden am Freitagabend in Dresden zehn sächsische Initiativen für ihr herausragendes Engagement für Demokratie und gegen Rechtsextremismus ausgezeichnet. Die beiden Hauptpreise in Höhe von je 5.000 Euro überreichten Vertreterinnen und Vertreter der Amadeu Antonio Stiftung, der Freudenberg Stiftung und der Sebastian Cobler Stiftung im Festsaal des Kurländer Palais an das Bündnis „Nazifrei! Dresden stellt sich quer“ und an den Initiativkreis „Menschen.Würdig“, der sich für die menschenwürdige Behandlung von Flüchtlingen in Leipzig einsetzt und gegen den alltäglichen Rassismus kämpft.
Bundestagsvizepräsident Dr. h.c. Wolfgang Thierse würdigte in seiner Laudatio alle nominierten Initiativen für ihr mutiges Engagement in Regionen, in denen rechtsextreme Bedrohungen und Einschüchterungen leider keine Seltenheit sind.
Die Wahl des Dresdner Bündnis „Nazifrei“ begründete die Jury mit dessen „unermüdlichen Einsatz und den Mut, sich nicht nur den Neonazis entgegenzustellen, sondern auch gegen Widerstände für eine demokratische Protestkultur zu kämpfen“. Das im Jahr 2009 gegründete Bündnis hat es sich zur Aufgabe gemacht, den jährlich im Februar stattfindenden Nazi-Aufmarsch in Dresden zu verhindern. Jury-Mitglied Sebastian Krumbiegel, der sich selbst an den Blockaden des Neonazi-Aufmarschs beteiligte, freut sich sehr über die Auszeichnung des Bündnisses: „Das Engagement beeindruckt mich bis heute ungebrochen. Das Bündnis zeigt, dass rechtsextremes Gedankengut in Dresden nicht willkommen ist.“
Mit dem Sächsischen Förderpreis für Demokratie wird auch der Initiativkreis „Menschen.Würdig“ ausgezeichnet, der sich im Juni dieses Jahres in Leipzig gründete. Als der Leipziger Stadtrat beschloss, ein marodes Asylbewerberheim zu schließen und dessen Bewohnerinnen und Bewohner in kleineren, über die Stadt verteilten Wohneinheiten unterzubringen, regte sich in Teilen der Bevölkerung Widerstand gegen die neuen Nachbarn. Der Initiativkreis „Menschen.Würdig“ kämpft gegen die rassistischen Vorurteile und setzt sich dafür ein, dass die Interessen und Bedürfnisse der Flüchtlinge in der Debatte nicht übergangen werden. „Der Einsatz gegen Rassismus und für die Menschenwürde ist leider keine Selbstverständlichkeit“, erklärt die Jury in ihrer Begründung: „Mit dem Sächsischen Förderpreis für Demokratie für den Initiativkreis Menschen.Würdig sollen nicht nur die Engagierten für ihre wichtige Arbeit gewürdigt, sondern darüber hinaus alle Menschen ermutigt werden, jegliche Form des Rassismus zu bekämpfen.“