Längst nicht mehr an Springerstiefeln und Bomberjacke zu erkennen: Neonazis marschieren am 14. Februar 2009 durch Dresden
Schon seit Jahren versuchen rechtsextreme Gruppen gezielt, ihre Kräfte in Sachsen zu bündeln und prägen ein zunehmend antidemokratisches Klima. Rechtsextremismus hat sich hier über lange Zeit entwickelt und verfestigt. Teilweise haben sich Strukturen etabliert, die es immer mühsamer machen, sich für die Werte der Demokratie, Weltoffenheit und die Anerkennung der Menschenrechte einzusetzen.
Doch die Gesellschaft reagiert: In Sachsen gibt es zahlreiche Initiativen, die bereits fachlich fundierte Erfahrungen im Umgang mit Rechtsextremismus bzw. Extremismus in jeglicher Form besitzen.
Wirtschaftsunternehmen haben ihre Verantwortung erkannt und fördern innovative Ansätze. Auch Kirchen, Kommunen und die Zivilgesellschaft vernetzen sich zunehmend, um wirksame Strategien für Demokratie und gegen Extremismus zu suchen und sie umzusetzen. Flächendeckende und wirksame Arbeit ist jedoch nur mit langem Atem möglich.
Mit dem Sächsischen Förderpreis werden gute Praxisbeispiele prämiert und innovative Ansätze unterstützt und befördert.